Wenn die Temperaturen im Sommer steigen, muss der Körper ganze Arbeit leisten: Herz und Kreislauf geraten schneller an ihre Belastungsgrenze. Viele Menschen spüren dann Symptome wie Schwindel, Müdigkeit oder ein unangenehmes Schwächegefühl. Gerade jetzt kann es sinnvoll sein, den Körper auf natürliche Weise zu unterstützen. In diesem Beitrag erfahren Sie, welche Möglichkeiten die Natur bietet, um den Kreislauf an heißen Tagen zu stabilisieren.

Was Hitze mit Blutdruck, Herz und Kreislauf macht

Sobald die Umgebungstemperatur steigt, öffnen sich die Blutgefäße nahe der Hautoberfläche, damit der Körper überschüssige Wärme abgeben kann (Vasodilatation). Gleichzeitig muss das Herz schneller pumpen, um den Kreislauf stabil zu halten, bei einer Hitzewelle mit anhaltend hohen Temperaturen wird das für den Herzmuskel zur Dauerbelastung.

Der Körper verliert bei Hitze über den Schweiß nicht nur Wasser, sondern auch wichtige Mineralstoffe wie Natrium, Kalium und Magnesium. Fehlen diese Elektrolyte, kann es zu Herzrasen, Schwindel und im Extremfall zum Kreislaufkollaps kommen.

Besonders gefährlich wird extreme Hitze für Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankung. Wer Blutdrucksenker (Antihypertensiva) einnimmt, kann durch die zusätzliche gefäßerweiternde Wirkung der Hitze einen zu niedrigen Blutdruck bekommen. Umgekehrt reagieren manche Hypertoniker mit paradoxen Blutdruckspitzen, wenn der Körper unter Hitzestress steht.

Bärlauch, Weißdorn, Melisse und Rosmarin: Pflanzliche Unterstützung bei Hitze

Die traditionelle europäische Kräuterheilkunde kennt vier Pflanzen, die Herz und Kreislauf an heißen Tagen sanft unterstützen können:

Sein charakteristischer Wirkstoff Allicin wird  beim Zerreiben der Blätter freigesetzt und kann gefäßerweiternd wirken. Wer regelmäßig Blutverdünner einnimmt, sollte den Einsatz von Bärlauch vorher ärztlich klären.

Die enthaltenen Flavonoide und oligomere Procyanidinekönnen die Durchblutung des Herzmuskels verbessern und die Pumpleistung unterstützen. An heißen Tagen kann Weißdorn helfen, wenn das Herz durch die Wärmebelastung schneller schlägt und stärker arbeiten muss.

Die ätherischen Öle der Melisse verleihen ihr ihr charakteristisches, vielschichtiges Aroma mit frischen und würzigen Noten. Wer bei Hitze schlecht schläft oder mit Herzklopfen aufwacht, findet in der Melisse eine natürliche Unterstützung.

Seine ätherischen Öle und Rosmarinsäure können den Kreislauf anregen, ohne den Puls stark zu beschleunigen. An heißen Tagen mit Kreislaufschwäche, Schwindel und Müdigkeit kann Rosmarin morgens den Start erleichtern.

💡 Tipp zur Anwendung: Tinkturen wirken schneller und konzentrierter als Tees. Weißdorn und Melisse können langfristig eingenommen werden, Bärlauch und Rosmarin eignen sich eher für kurweise Anwendung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme sollten Sie vor der Anwendung mit Ihrem Arzt oder Heilpraktiker sprechen.

Drei sofort umsetzbare Tipps für heiße Tage

Neben pflanzlicher Unterstützung helfen drei einfache Verhaltensregeln, das Herz an heißen Tagen zu entlasten. Sie ergänzen die Kräuterwirkung und sind sofort umsetzbar:

Ausreichend trinken

2 bis 3 Liter Flüssigkeit sollten es an Hitzetagen sein, bevorzugt lauwarmes Wasser, ungesüßter Kräutertee oder verdünnte Fruchtschorlen. Eiskalte Getränke sind kontraproduktiv: Sie zwingen den Körper, das Getränk auf Körpertemperatur zu bringen, was zusätzliche Wärme erzeugt.

Die heißesten Stunden meiden

Zwischen 11 und 17 Uhr ist die Hitzebelastung am höchsten. Sport, körperliche Arbeit im Freien und lange Spaziergänge sollten in die frühen Morgen- oder späten Abendstunden verlegt werden. Wer sich draußen aufhält, sollte luftig und hell gekleidet sein und einen Sonnenhut tragen.

Wohnung kühl halten

Kühle Räume sind der beste Schutz vor Hitze. Nachts und in den frühen Morgenstunden lüften, tagsüber Fenster geschlossen halten und mit Rollläden, Jalousien oder Vorhängen abdunkeln.

Fazit – Den Sommer besser bewältigen

Hohe Temperaturen stellen Herz und Kreislauf vor besondere Herausforderungen. Durch Gefäßerweiterung, Flüssigkeitsverlust und Mineralstoffmangel kann der Körper schnell aus dem Gleichgewicht geraten. Pflanzen wie Bärlauch, Weißdorn, Melisse und Rosmarin können dabei eine gute Unterstützung bieten und Ihren Körper an heißen Tagen entlasten. In Kombination mit einfachen Verhaltensmaßnahmen wie ausreichendem Trinken, angepasster Tagesplanung und kühlen Räumen lässt sich der Sommer deutlich besser bewältigen. So bleibt der Kreislauf auch an heißen Tagen stabil.

Unsere Tinkturen aus Weißdorn, Melisse, Rosmarin und Bärlauch lassen sich leicht dosieren und flexibel in den Alltag integrieren. Sichern Sie sich jetzt Ihre natürlichen Begleiter für heiße Tage!

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