Frauenmantel wird in der Phytotherapie vor allem wegen seiner adstringierenden Wirkung bei Menstruationsbeschwerden geschätzt; diese Wirkweise erklärt sich durch die Gerbstoffe, die an Schleimhautproteine binden. Ob diese traditionelle Anwendung speziell bei Endometriose wirksam ist, wurde bislang in Humanstudien nicht ausreichend untersucht — auch wenn die Einzelinhaltsstoffe im Labor pflanzenchemisch gut charakterisiert sind.
Die in Frauenmantel enthaltenen Flavonoide werden aufgrund ihrer in pflanzenchemischen und experimentellen Untersuchungen beschriebenen Eigenschaften als möglicher Bestandteil dieser traditionellen Wirkung diskutiert. Ein klinischer Nachweis einer gezielten Wirkung bei Endometriose steht jedoch noch aus.